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Buchseiten bilden ein Herz

Susanne Hasenstab - die Königin der Alltagsdramen

Autorenlesung von und mit Susanne Hasenstab

Am 23. Oktober las die Autorin aus ihrem intelligent, witzigen und verspielt erzählerischen Roman „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ in der Bücherei  Mainaschaff vor 60 Zuhörern. Schon der Beginn der Lesung, ein imaginäres Telefonat mit ihrer Tante, die völlig enttäuscht war, dass Emil Emaille nicht mit zu der Lesung kommt, trieb den Zuschauern vor Lachen Tränen in die Augen.

In dem Buch geht es um Katja, eine Mittdreißigerin, der die Entscheidung zwischen Selbstverwirklichung und Kinderwunsch aufgedrängt wird. Während sie immer noch bei der „Gratiszeitung“ ihres Heimatortes arbeitet, treibt ihr Freund das Projekt „ Eigenheim“ voran. Bei einem Brunch mit werdenden Müttern und angesichts der geplanten Pärchenausflüge zur „Langen Nacht der Musterhäuser“  bekommt sie zunehmend ein Gefühl der Beklemmung. Ist das wirklich das, was sie will? Katja flüchtet sich in einen schrägen Zirkel kleinstädtischer Möchtegern-Künstler…

Susanne Hasenstab verstand es sehr gut, ihre Zuhörer mitzunehmen auf diese skurrile Achterbahn der Gefühle. Mit ihren dramaturgischen Zuspitzungen scheinbarer Alltagssituationen amüsierte sie das Publikum auf sehr hohem Niveau und ließ die Lachtränen fast pausenlos fließen.

Nach einer kurzen Pause, in dem wir unsere Zuhörer mit Laugengebäck und Getränken versorgten, las Frau Hasenstab noch ein Kapitel aus ihrem Buch.

Dieses  handelte von der privaten Kunstveranstaltung eines eitlen Möchtegern-Literaten, der einlud zu einer „Mischung aus Soiree,  Kunstgeselligkeit mit Kurzlesungen, Musik, Performance und der Wiederauferstehung des literarischen Salons aber mit Crazy-Elementen“. In alkoholgeschwängerter Atmosphäre werden tiefenpsychologische Reden geschwungen und Dichterwerke unterschiedlichster, aber auch unterirdischster Qualität vorgetragen.

Dabei stellte Susanne Hasenstab mal wieder unter Beweis: Sie ist die Königin der Alltagsdramen.  Wer bis jetzt noch nicht genug gelacht hatte, kam spätestens jetzt auf seine Kosten. Zum Schreien komisch wie sich die „Künstler“ in die selbst genähten Sitzsäcke mühten oder wie sie vergeblich versuchten um Aufmerksamkeit zu buhlen.

Der „Doppelte Fuchs“ ein Cocktail aus Tomatensaft, Klosterfrau Melissengeist und einem rohem Ei, der von dem Gastgeber als stärkend und belebend angepriesen wurde, inspirierte  uns dazu ,diesen nach Abschluss der Lesung für Mutige anzubieten. Jeder der es probierte, verstand den Ausruf von Katja „ Was war das? Das ist ja eklig….!“

Der Abend war schnell herum, was vor allem an der Leichtigkeit lag mit der Susanne Hasenstab aus ihrem Buch vorgelesen hatte. Sie hat ein Händchen für skurrile und schräge Situationen und eine gute Beobachtungsgabe für die Typen von nebenan. So, das sich jeder in die Situationen hinein versetzen konnte. Vielen Dank Susanne für den schönen Abend….